Challenge Bahnbau am 01.07.2026.
- Thema: Orientierung und Handlungssicherheit im Bahnbau.
- ReferentIn: Marc Hilgers, Rechtsanwalt, Partner
Fachanwalt für Vergaberecht
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
FIDIC Dispute AdjudicatorJarl-Hendrik Kues, Rechtsanwalt, Partner
Fachanwalt für Vergaberecht
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht - Datum: 01.07.2026
- Uhrzeit: 09:30 - 17:00 Uhr
- Ort: Frankfurt am Main
- Gebühr: EUR 399,- (Frühbucher bis 31.03.26) ab 01.04.2026 UR 449,-
| ab 9.00 Uhr | Eintreffen |
| 09:30 Uhr | Vortragsbeginn |
| ca. 17.00 Uhr | Veranstaltungsende |
inhalte.
Besonderheiten des Vertragswerkes der DB
- Muster-Bauvertrag, insbes. BVB und ZVB
- Auswirkungen des neuen Bauvertragsrecht
- Was, wenn eine Klausel unwirksam ist: Chancen durch das AGB-Recht, insbes. in Bezug auf (bauzeitliche) Anordnungsrechte und Vorgaben zur Ermittlung der Nachtragshöhe
Nachträge und Nachtragswesen
- Lücken detaillierter Leistungsbeschreibung und Vergütungsfolgen, insbes.: Welche Prüf- und Hinweispflichten gibt es tatsächlich?
- Einheitliche Auftrags- und Nachtragskalkulation (ANKE)
- Preisanpassung nach Vertragsniveaufaktor (VIKTOR)
- Wann und wie abrechnen? Was ist mit streitigen Nachträgen?
- Alte und neue Nachtragsplattform NTPDataGO – wie geht’s weiter?
Bauzeitliche Herausforderungen im Bahnbau
- Anfangsverschiebungen und deren Folgen
- Bauzeitenpläne und deren Fortschreibung
- Sperrpausenregime
- Beschleunigung und terminsichernde Maßnahmen, Do’s und Dont’s
Eskalationsmechanismen, insbesondere strukturierte Streitbeilegung
- Chancen, Risiken und Ausblick
Bahnbau ist anders. Bereits die technischen und terminlichen Anforderungen sind gemessen an sonstigen Infrastrukturprojekten besonders. Sperrpausen, Inbetriebnahmetermine, Arbeit unter rollendem Rad, beengter Arbeitsraum, Drittgewerke im eigenen Baufeld, vor- und nachlaufende Lose mit wechselwirkenden Abhängigkeiten zum selbstgeschuldeten Bau-Soll sind nur einige Schlagworte, die zum täglichen Brot jeden Bahnbauers gehören. Bauumstands-Soll und Bauinhalts-Soll sind durch diese Zwangspunkte vielfältig betroffen. Bahnbauer sprechen auch eine eigene Sprache: ANKE, VICTOR, NEuPP, ABS, NBS, BETRA, EBA, ZiE und UiG sind nur ein Teil des vor Abkürzungen strotzenden Vokabulars. Um für sich optimale rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, gibt die Deutsche Bahn ein über die Jahre oft modifiziertes vertragliches Rahmenwerk vor. Die sich hieraus ergebenden Fragestellungen sind legendär: Welche Bahnbedingungen sind wirksam? Wie beurteilen sich die Verträge im Spannungsfeld von BGB-Bauvertragsrecht und VOB/B? Ist Letztere überhaupt noch zeitgemäß und sinnvoll? Wie lässt sich in diesem juristischen Dschungel argumentieren, um bestehende Ansprüche rechtssicher vorzubereiten und durchzusetzen, ohne gleichzeitig den stets im Vordergrund stehenden Projekterfolg zu gefährden?
Die Veranstaltung gibt Orientierung im so umrissenen Bahnkosmos und liefert Strategien und Handlungsoptionen, die im Rahmen jahrelanger Beratung von Bahnprojekten jeder Größe im gesamten Bundesgebiet entwickelt wurden. Dabei verfolgen die Referenten einen interaktiven Ansatz. Lösungen werden mit den TeilnehmerInnen diskutiert, Best-Practice steht im Fokus.
Anmeldungen sind ab sofort über untenstehendes Formular möglich. Bei Rückfragen erreichen Sie uns unter +49 69 247 4828 00 oder veranstaltungen@crp-law.de.